Reise-Rückblick: “Ich wollte schon immer mal zum Bodensee” - Kochbuch.de
Blick über den Bodensee bei Überlingen

Reise-Rückblick: “Ich wollte schon immer mal zum Bodensee”

Kategorie: Allgemein

Es regnet und draußen ist alles grau. Da hilft es nur, sich schöne Gedanken zu machen! Höchste Zeit also, unsere zwei bis drei Tage Bodensee und Umgebung zu verbloggen und so die schönen Erinnerungen der Reise aufrecht zu halten. Und auch wenn der Sommer 2017 wettertechnisch besser hätte sein können – einmal baden im kristallklaren Wasser des Bodensees bei Überlingen war trotzdem drin. Etwas frisch aber unvergesslich gut! Aber erstmal der Reihe nach:

Stockach – Wir nähern uns von oben!

Ich habe ja in dem Beitrag “Weingut Kohl – Rheinland-Pfalz oder Toskana?” bereits erwähnt, dass wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind und einige Plätze aus dem Landvergnügen Reiseführer ausprobiert haben. Jeder Tag wird hiermit zum Abenteuer und wir waren fasziniert davon, wie spannend und schön es sein kann, durch Deutschland zu fahren!

Kurz zur Info: Durch den Kauf des Reiseführers Landvergnügen Deutschland: Der andere Stellplatzführer Saison 2018 (*) erhält man eine Jahresvignette, dank der man mit dem Wohnmobil, Wohnwagen bzw. Campingbus kostenlos bei weit über 500 landwirtschaftlichen Produzenten übernachten darf. Ob Milchbauer, Weingut, Brauerei, Tierarche oder Ziegenhof u.s.w. – die Auswahl ist richtig groß. Eher eine Rarität sind die sogenannten Straussenfarmen in Deutschland und eine davon liegt ganz in der Nähe vom Bodensee – nämlich in Stockach. Und da wir noch nie auf einer Straußenfarm waren, mussten wir da unbedingt mal hin!

Straussenfarm Hegau-Bodensee

Auch wenn wir mit unserem Wohnmobil zu einem etwas ungünstigen Zeitpunkt anrollen, da auf dem Hof gerade richtig fleißig renoviert wird, sind wir herzlich willkommen und dürfen uns mitten rein stellen in das Geschehen. Da uns diese Form der Tierhaltung wirklich noch sehr fremd ist und wir uns auch noch nicht mit der Thematik “Strauß als Nutztier” befasst hatten, haben wir uns vorher auf der Homepage  straussenfarm-hegau-bodensee.de etwas schlau gemacht. Hier findet man viele interessante Informationen über die Tiere, die Straussenzucht und den Genuss von Straußeneiern oder Straußenfleisch, welches ähnlich wie Rindfleisch schmeckt.

Neugieriges Straußenküken

Ein richtiger Hingucker ist natürlich zuerst der “Kükengarten” – ein modernes Häuschen mit Brutanlagen und natürlich auch reichlich Auslauf für die Küken – drinnen und draußen. Die jungen Tiere sehen einfach unheimlich süß aus und ich hätte mich (wenn der Regen nicht gewesen wäre!!!) gerne stundenlang vor den Zaun gesetzt und die Küken beobachtet.

Über eine ziemlich große Obstbaum-Wiese (übrigens gibt es davon in der Bodensee-Region einige, da das eines der bedeutensten Obstanbaugebiete Deutschlands ist!) gelangt man zu dem riesigen “Gehege” für die großen Strauße. Auf mich wirken diese Tiere unheimlich respekteinflößend… so majestätisch! Die Kinder sind auch schwer beeindruckt – die Strauße von uns allerdings schnell weniger, nachdem sie festgestellt haben, dass wir kein Futter bringen 😉 Dafür stehen auf der Nachbarwiese zwei Pferde, die zu uns kommen und sich streicheln lassen… und versuchen die Äpfel vom Baum zu klauen. Hier herrscht die pure Landidylle!

Landidylle auf der Straußenfarm

Am nächsten Morgen werfen wir vor der Weiterfahrt noch einen Blick in den kleinen aber feinen Hofladen, der wirklich ALLES rund um den Strauß zu bieten hat: Es gibt Lampen aus Straußeneiern, Eierlikör-Bonbons vom Straußenei, Straußenfedern (auch als Staubwedel), Eierschalenstücke und natürlich auch Straußenfleisch in verschiedenen Variationen. Vom Filet über Gulasch, Herz, Leber oder auch Wurst im Glas – alles ist dabei!
Wir gönnen uns zwei Stücke Straußenfilet – ist ja schließlich die einmalige Gelegenheit, das hier direkt vom Erzeuger zu holen. Aber gegessen wird später! Jetzt geht es erstmal weiter für uns und auf dem Plan steht nach langer Zeit ein wenig Stadt-Sightseeing!

Überlingen – es ist Liebe auf den ersten Blick

Überlingen ist eine Kreisstadt am nördlichen Ufer des Bodensees und immerhin die zweitgrößte Stadt im Bodenseekreis. Trotzdem hatten wir vorher noch nichts von ihr gehört – umso positiver sind wir überrascht, was für ein charmanter Ort das ist! Da wundert es nicht, dass das touristische Angebot in Überlingen und Umgebung ziemlich umfangreich ist.

Wir fahren mit dem Wohnmobil einmal kurz mitten durch die Stadt und finden dann etwas außerhalb, aber zum Glück noch nah an der Uferpromenade, einen Parkplatz. Endlich sind wir am Bodensee angekommen – eines meiner persönlichen Ziele, dass ich vor der Reise ins Blaue “festgelegt” hatte. Ich wollte einfach schon immer mal an den Bodensee! Wir schlendern also gemütlich am Ufer entlang, vorbei am Badgarten, dem Zeughaus  bis zum Überlinger Hafen. Der Blick über den Bodensee ist  – trotz ein paar Wolken – wunderschön!

Zum Faulen Pelz - Überlingen

Auf dem Marktplatz am Hafen und direkt neben der “Greth” ist gerade Markt. Hier werden unter anderem viele italienische Spezialitäten angeboten. Ehrlich gesagt war uns das meiste zu teuer, aber alleine die Gerüche fühlen sich wie ein Kurzurlaub in Italien an… dabei sind wir doch noch immer in Deutschland 😉 Wir spazieren weiter die Seepromenade entlang, am “Faulen Pelz” vorbei (eine städtische Galerie) und biegen später links ab, um unsere Route durch die hinteren Straßen der Altstadt fortzusetzen. So langsam kommt auch endlich die Sonne raus und lässt die schönen Gassen und Häuser im Glanz erstrahlen.

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Auch unterwegs ist essen immer ein Thema!

Welche Platte hört man immer in Dauerschleife, wenn man mit Kindern unterwegs ist? Genau: “Ich habe Hunger! Ich habe Durst! Wann essen wir was? Ich habe Hunger! Ich habe Durst! Wann essen wir was? ….” (oder geht das nur  mir so?) Was für ein Glück, dass wir an dem “Fischhaus Löwenzunft” vorbei kommen mit Bodenseefischen aus eigenem Fang! Das lässt dann auch mein Herz schneller schlagen und schon stehen wir an der Fischtheke um hinterher Backfisch, Kartoffelsalat und auch ein paar Krabben im Bistro zu genießen. KÖSTLICH!!!! Leider muss ich ehrlich sein… es dauert nicht lange und unser Zweijähriger ist nicht mehr auf der Bank zu halten. Hier kann man doch so schön rum rennen und am liebsten direkt durch die offene Tür nach draußen. Das ist so nicht wirklich toll. Mein Mann hat schon aufgegessen und geht mit den Kindern netterweise raus, damit ich in Ruhe meinen Fisch essen kann – Glück gehabt!

Erdbeer-Pause am Kaiserbrunnen

Wieder draußen finde ich die Meute am gegenüber liegenden Kaiserbrunnen wieder – fröhlich eine Schale Erdbeeren frisch vom Markt naschend! Zwei Stück von den süßen Früchten bekomme ich auch noch ab – die meisten vertilgt der Kleinste 😉
Der Kaiserbrunnen ist übrigens ein richtig schöner Trinkwasserbrunnen! Wir kennen von zuhause ja nur Brunnen mit der Aufschrift “Achtung – kein Trinkwasser!”. Kein Wunder, dass es eines unserer Highlights wird, mit den Händen aus diesem Brunnen zu trinken. Einfach so. In diesem Moment – mit Trinkwasser aus dem Brunnen und Erdbeeren vom Markt – fühlen wir uns ziemlich frei, entspannt und glücklich.

Unsere Tour durch Überlingen kann danach gemütlich weiter gehen. Wir schlendern noch durch ein paar Geschäfte, kaufen neuen Kaffee (ganz wichtig!) und erfrischen uns auch nochmal mit einem “Zoller Hof”  Pils vom Fass im Biergarten vom Gasthaus zur Krone. Urlaub eben. So langsam haben die Kinder keine Lust mehr auf “Städtchen gucken” und wir müssen ja auch noch den nächsten Hof aufsuchen und damit unseren Platz für die kommende Nacht.

Obstbauhof Knoll – hier bleiben wir gerne!

Obstbauhof Knoll Bodenseeregion

Ein paar Kilometer weiter findet unser Navi den Obstbauhof Knoll. Dieser liegt ziemlich abgelegen in einem Weiler und hat so einiges zu bieten! Der Hof ist sehr liebevoll angelegt, es gibt eine Spielwiese mit vielen Geräten und Fahrzeugen für die Kinder, eine Gäste-Terrasse, einen Hofladen und auch die Möglichkeit Wäsche zu waschen oder zu duschen. Hier werden nämlich nicht nur verschiedene Obstsorten und Nüsse angebaut und weiterverarbeitet, sondern hier wird auch Urlaub gemacht. Dieser Hof ist nämlich auch gleichzeitig ein sehr familienfreundlicher Hof mit Ferienwohnungen – unbedingt zu empfehlen! (Wer sich mal umschauen möchte: Obstbau-knoll.de) Wir dürfen unser Wohnmobil am Rand der Obstbaum-Plantage parken und machen es uns gemütlich: Tisch und Stühle sind schnell unter den Obstbäumen abgestellt. Hier kann man definitiv zur Ruhe kommen und die Seele baumeln lassen, während die Kinder sich ziemlich frei auf dem Gelände bewegen können. Was will man mehr?

Und zum krönenden Abschluss dieses tollen Tages grillen wir uns am Abend die Straußenfilets, die wir morgens auf der Farm gekauft haben.

Straußenfilet vom Grill - köstlich!

Auch wenn das Campinggeschirr optisch nicht so der Hingucker ist – ihr müsst auf das Fleisch gucken!!! Das war so unglaublich lecker, zart und aromatisch… mir läuft beim Denken daran das Wasser im Mund zusammen 🙂 Sicherlich spielt das Urlaubsfeeling dabei auch eine Rolle, aber egal – ich habe es mit Liebe gegessen!

Wir haben in den letzten zwei Tagen wieder so viele verschiedene Eindrücke gesammelt… vor dieser Reise hätten wir nicht damit gerechnet, wie abwechslungsreich und schön es in Deutschland sein kann. Wir haben bereits jetzt das Gefühl mehrere Länder bereist zu haben, da jede Region so etwas ganz eigenes hat.

Jetzt lassen wir aber erstmal den Tag bei einem Glas Wein ausklingen und planen die Route für den nächsten Tag.

Am nächsten Morgen sind die Wetterprognosen wesentlich besser. Wir kaufen am nächsten Morgen noch Apfelsaft, Birnen und ein paar Brände aus der Hausbrennerei und schon geht es weiter mit unserer Reise.

Die Sonne lacht – einem Bad im Bodensee steht nichts mehr im Weg

Endlich müssen wir mal kein Hallenbad ansteuern, sondern können uns das schöne Ostbad in Überlingen ansehen. Die Preise sind absolut familienfreundlich – wir haben da mit wesentlich mehr gerechnet! Schließlich sind wir am Bodensee und auch noch „stadtnah“. Es gibt ein Café/Bistro, saubere Liegewiesen und Spielgeräte für Kinder.
Von der Sonne aufgewärmt geht es endlich ins Wasser! Der Boden ist steinig. Das ist mitunter etwas unangenehm an den Füßen, aber dafür ist das Wasser kristallklar! Und damit meine ich WIRKLICH kristallklar!!! Gut – es ist auch ein wenig kalt – nennen wir es erfrischend. Aber es macht Spaß und die Aussicht auf die Alpen (in der Ferne) ist grandios! Ich kann somit ein weiteres Häkchen auf meiner „To-Do-List“ machen: ich war nicht nur am Bodensee – ich bin auch noch darin geschwommen 😉


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