Kürbissuppe mit Schwarzbrot-Croutons

Schnörkellose Kürbis-Suppe – einfach aber lecker!

Kategorie: Allgemein

Ich muss gestehen: das erste Mal habe ich erst vor ca. drei Jahren Kürbis selber verwertet. Bis dahin fand ich den einfach nur schön und die einzige Kürbis-Suppe, die ich bis dahin probiert hatte, hat mir nicht geschmeckt. Egal. Irgendwann wollte ich das doch auch mal probieren mit diesem Kürbis und nachdem ich gelesen hatte, dass der Hokkaido noch nicht mal geschält werden muss, war das Grund genug den Test zu wagen.

Meine ersten Kürbis-Versuche hatten allerdings erstmal nichts mit Suppe zu tun. Da hat die schlechte Erfahrung wohl einfach noch was nachgehallt. Ich habe der Familie also zunächst Kürbis-Spalten im Backofen gebacken – davon war ich schon ziemlich begeistert… der Rest so mäßig. Also habe ich auch mal eine Kürbis-Kartoffel-Hack-Pfanne mit Feta kreiert. Die hat definitiv mehr Anklang gefunden! Generell bleibt es aber scheinbar so, dass ich nach wie vor der größte Kürbis-Fan in unserer Familie bin. Aber ich will ja nicht nur das kochen, was die anderen gut finden 🙂 Außerdem ist die Kürbis Saison ja auch irgendwann (sobald der Frost einsetzt?) wieder vorbei – es handelt sich also nur um eine zeitlich begrenzte, leidenschaftliche Phase.

Kleine Hokkaido-Kunde

Der Hokkaidokürbis kam übrigens auch erst in den 1990er Jahren nach Europa. Das erklärt, warum es in meiner Kindheit noch keine Kürbis-Gerichte gab… zumindest kann ich mich nicht erinnern. Die Hokkaido-Kürbisse haben eine schöne, satte orangene Färbung (allein deswegen passen sie so gut zum Herbst), liegen gewichtstechnisch zwischen 0,5 und 1,5 kg und werden von September bis Dezember geerntet. Die beste Lager-Temperatur liegt bei 10-15°C (also nicht in den Kühlschrank packen!). Wenn der Kürbis keine Macken hat und auch der Stiel intakt ist, kann er sich mehrere Monate halten. Also theoretisch. Ich persönlich hätte ihn vorher längst verwertet!

Aber ich wollte doch Suppe kochen oder?

Ja richtig! Gestern war es wieder soweit: mir war nach Kürbis-Suppe. Vor meiner ersten Suppe habe ich natürlich im Internet nach Rezepten gesucht. Einfach um ein Gefühl dafür zu bekommen, was da so grob rein sollte. Anders als beim Backen (hier halte ich mich wirklich immer ziemlich genau an meine Lieblings-Rezepte), gehe ich beim Kochen gerne etwas kreativer vor. Manchmal auch gezwungenermaßen, weil ich ein Einkaufs-Muffel bin und öfter mal mit dem koche, was noch da ist oder/und mit dem, was weg muss!


Die Zutaten für die Suppe

 

Gestern gab der Vorratsschrank also folgendes her:

Hokkaido, Süßkartoffeln, Kokosnussmilch und natürlich Zwiebeln (die man immer haben sollte). Leider kein Ingwer. Und auch keine Möhren – die hatte ich bei der letzten Suppe dabei und das war lecker. Aber egal – auch diese Zutaten müssen reichen. Los gehts!

Das große Schnibbeln

Den großen Topf bereitstellen – da wird nämlich erstmal alles rein geschmissen. Ich schneide die Zwiebel in kleine Stückchen. Den Kürbis bekomme ich persönlich übrigens immer am besten mit einem gezackten Brotmesser aufgeschnitten. Ob das bei anderen auch so ist, oder an meinen ganz eigenen Messern liegt weiß ich nicht. Mit einem Löffel schabe ich die Kerne aus dem Hokkaido und mit dem Brotmesser schneide ich ihn dann erst in Spalten und diese dann in Stücke. Die Süßkartoffeln schäle ich zunächst grob – anschließend werden auch die gewürfelt. Alle drei Hauptkomponenten landen schon beim Schnibbeln im Topf.

Kürbis-Würfel im Topf

Dazu gebe ich noch zwei gute Stücke Butter und dann kommt alles auf den Herd. Bei höchster Stufe schwitze ich das Gemüse mit der Butter an. Gut umrühren, damit nichts anbrennt. Nun folgen ca. 1 bis 1,5 Liter Gemüsebrühe. Hängt natürlich von der Gemüsemenge ab – ich achte einfach darauf, dass alles gerade so bedeckt ist.

Geduld und Würze

Wenn die Gemüsebrüher auch einmal kurz aufkocht, stelle ich die Temperatur etwas runter, damit die (zukünftige) Suppe noch so ca. 15-20 Minuten köcheln kann. Man muss zwischendurch einfach prüfen, ob die Kartoffeln und der Kürbis weich gekocht sind.

Getrocknete Chillischoten

Vorsorglich geben ich schon mal etwas Salz dazu und ein klein wenig Muskatnuss. Mangels Ingwer (den man ansonsten ebenfalls mit in den Topf geben kann), fallen mir meine getrockneten Chili-Schoten wieder ein. Perfekt! Ein paar davon schneide ich klein und gebe sie in den köchelnden Topf. (Die Kinder werden hoffentlich nichts merken!)

Die Wartezeit sinnvoll nutzen

Während der Hokkaido, die Süßkartoffeln, Zwiebeln und Chili-Krümel vor sich hin blubbern überlege ich mir spontan, ein paar Croutons zuzubereiten. Schießlich habe ich noch ein Reststück Weißbrot und auch zwei sowieso schon halb zerbröselte Scheiben Schwarzbrot.
Also beides schnell in Würfel schneiden und zügig in Öl anbraten – bevor sich zu viele kleine Hände drüber her gemacht haben 😉

Croutons aus Schwarzbrot

Die Croutons sind nicht nur eine leckere Suppen-Einlage… ich finde es auch einfach gut, wenn Lebensmittel so komplett aufgebraucht werden. Resteverwertung eben.

Endspurt – die Kürbissuppe wird püriert!

Das Gemüse ist weich gekocht, also nehme ich die Suppe vom Herd und halten meinen Pürierstab rein. (Vorsicht – an den heißen Spritzern habe ich mich schon so manches Mal verbrannt!). Wenn alle Stücke zerkleinert sind, gebe ich noch die ganze Dose Kokosmilch hinzu. Schön noch ein bisschen den Zauberstab arbeiten lassen, damit alles schön cremig wird. Und dann muss man eigentlich nur noch final abschmecken. Ich stelle fest, dass die wenigen Chilli-Flocken ordentlich angeschlagen haben und die Suppe eine angenehme “Nachschärfe” hat. Für meinen Geschmack perfekt. Zwei von drei Kindern werden leider hinterher das Urteil “das ist mir zu scharf” abgeben… Tja – hätte ja klappen können 😉

Meiner Meinung nach ist die Suppe aber wirklich lecker geworden und so einfach zubereitet ohne viel Schnickschnack. Und zum Einfrieren bleibt auch noch genug übrig!

Hier nochmal die grobe Zutatenliste:

  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 2 (riesen-) große Süßkartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 2-3 EL Butter
  • 1 Dose Kokosnuss-Milch
  • 1 TL getrocknete Chili-Schoten
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Pfeffer zum Abschmecken
  • Brotreste für Croutons
  • Öl zum Anbraten

Viel Spaß beim Nachkochen!

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